Über Bayern hinaus bekannt geworden ist der See auch durch den skandalumwitterten Tod König Ludwig II. (Bayern). 1886 durch Ertrinken in Berg. An dieses Ereignis erinnern noch heute eine Votivkapelle und ein Holzkreuz im See nahe der Unfallstelle.
30. Okt 2008 |
Tweet me!
|
![]() Der Starnberger See liegt ungefähr 30km südlich von München und gehört zu den schönsten Seen in Süddeutschland. Aufgrund seiner Grösse (ca. 25 km lang mit maximaler Tiefe von 127 Metern), bietet dieser See eine Vielzahl interessanter Tauchplätze für Anfanger bis Profis.
Der See ist auf Grund seiner großen Durchschnittstiefe der wasserreichste See Deutschlands, wenn man vom Bodensee (der ein Drei-Länder-See ist) einmal absieht.
Über Bayern hinaus bekannt geworden ist der See auch durch den skandalumwitterten Tod König Ludwig II. (Bayern). 1886 durch Ertrinken in Berg. An dieses Ereignis erinnern noch heute eine Votivkapelle und ein Holzkreuz im See nahe der Unfallstelle. Seit 1976 zählt der Starnberger See zu den durch die Ramsar-Konvention geschützten Feuchtgebieten mit internationaler Bedeutung. Ursprünglich wurde der See Wirmsee genannt, so bereits in einer frühen Quelle aus der Zeit Kaiser Ludwig des Bayern (1314 - 1347). Der Name leitet sich ab von dem Fluss Wirm (heute Würm), der bei Starnberg als einziger Fluss aus dem See fließt. Der Name wandelte sich zusammen mit dem des Flusses durch Lautverschiebung im 19. Jahrhundert in Würmsee. Erst seit 1962 heißt der See offiziell Starnberger See, diese Bezeichnung begann sich ab dem Ende des 19. Jahrhunderts mehr und mehr durchzusetzen, als der See durch den Bau einer Eisenbahnlinie vom ehemaligen „Starnberger Flügelbahnhof“ im Hauptbahnhof München aus nach Starnberg für eine große Zahl von Städtern als Ausflugsziel erreichbar wurde. Der Starnberger See trägt auch den Beinamen Fürstensee.Das Seebecken wurde während der Eiszeiten durch den Isar-Loisach-Gletscher ausgeschoben. Während der letzten, der Würmeiszeit, reichte der Gletscher, von Süden kommend bis an das Nordende des Sees, so dass dabei das Seebecken in seiner heutigen Form ausgeschürft wurde. Wichtig für die Erhaltung des Seebeckens war die Tatsache, das beim Rückschmelzen des Gletschers der allergrößte Teil der Schmelzwässer den heutigen Flüssläufen der Loisach und der Isar folgte, so dass das Gebiet des Starnberger Sees kaum verschüttet wurde. Am Ende der letzten Eiszeit formte das letzte ablaufende Schmelzwasser das Würmtal. Auf den umgebenden Seiten- und Endmoränen liegen zahlreiche gute Aussichtspunkte wie die Ilkahöhe in Tutzing oder der Bismarckturm bei Assenhausen. Tauchplätze am Starnberger See
AllmannhausenStarnberger See - Die Steilwand in Allmannshausen Die Steilwand bei der Wasserwacht in Allmannshausen am Ostufer des Starnberger Sees ist das aufregendste Tauchziel, das in einer Stunde von München zu erreichen ist. Beeindruckende Felsformationen beginnen auf 15 bis 20 Meter und fallen terassenförmig bis auf 100 Meter ab. Die Einstiege befinden sich alle innerhalb von etwa einem Kilometer. Und der Spot bietet nicht nur was für Adrenalinjunkies - auch Anfänger können oberhalb der Felskante easy dives auf hellem Untergrund erleben.
Hinter der Kapelle führt rechts ein Pfad zum See. In einer kleinen Kiesbucht geht man ins Wasser. Der Untergrund ist steinig, sandig und relativ hell. Geradeaus trifft man bei etwa 1 Meter Tiefe auf eine Eisenkette, die bis etwa 15 Meter reicht. Von hier aus taucht man nach rechts, also nach Norden, wo man schon die ersten Felsformationen sieht. Sie sind ca. 60 Meter lang und reichen bis zu einer Tiefe von 70 Metern. So tiefe Tauchgänge sollten erfahrenen Tec-Tauchern mit entsprechender Ausrüstung (Trockenanzug, Handschuhe, Lampe, verschiedene Gasgemische) vorbehalten sein. Anfänger und Taucher, die mit der Tarierung auf Kriegsfuß stehen, bleiben lieber im Bereich oberhalb der Steilwand. Hier tummeln sich vor allem in der Dämmerung Fische.
Links von der Kapelle befindet sich ein Kiesstrand, der von Bäumen umsäumt ist. Wer an der Boje heruntergeht, trifft auf etwa 15 bis 20 Meter auf die Kante von der Steilwand. Hier lassen sich schöne Felsformationen bestaunen und hin und wieder Aalrutten, die sich in den Felsspalten verbergen. Großartige Sehenswürdigkeiten präsentieren sich hier nicht, aber die Steilwand ist mit ihren Vorsprüngen einfach spektakulär anzusehen. Auch wird die Sicht unterhalb von 15 Meter besser als oben auf dem Sandboden. Für die Felswand gilt jedoch Je tiefer, desto kälter und dunkler. Wer hier entspannt tauchen will, sollte seinen Trockenanzug blind bedienen können und eine Lampe sowie eine Flasche mit zwei getrennten Abgängen verwenden. An der Steilwand kann es bis 4 Grad kalt werden, da besteht Vereisungsgefahr. Google Earth - Marker: Allmannshausen - Seeburg/Kapelle
Der Einstieg an der Wasserwacht liegt etwa 300 Meter südlich von der Seeburg rechts in einer Linkskurve. Ins Wasser geht es rechts vor der Wasserwacht. Wer in Richtung der Ankerboje der Wasserwacht 5 Minuten abtaucht, trifft bei 15 bis 25 Metern auf die Steilwand mit ihren terassenförmigen Abhängen, die bis auf über 100 Meter reichen. Folgt man der Wand auf 40 Meter Tiefe in Richtung Norden, ist nach etwa 5 Minuten auf ein Holzkreuz zu sehen. Von dort aus hält man sich in Richtung Osten und macht sich am Ufer entlang an den Aufstieg. In den Felsspalten verstecken sich manchmal Aale und Aalrutten sowie Flussbarsche und angeblich Forellen. Google Earth - Marker:
UmgebungBei Allmannshausen ist der Starnberger See eher für Taucher interessant. Südlich der Seeburg gibt es einen kleinen Kiesstrand, auf dem man Grillen oder abends den Sonnenuntergang genießen kann. Sanitäre Anlagen, Imbiss etc. sind nicht vorhanden.
BesonderheitenSüdlich der Seeburg besteht im Winter vom 1. November bis zum 15. März Tauchverbot. Parkplätze sind ein Problem. Die Uferstraße bildet die Zufahrt für Feuerwehr und Rettungsdienst und wer hier den Weg versperrt, wird abgeschleppt. Neben der Seeburg und vor der Kapelle gibt es jedoch einige Stellmöglichkeiten. Man riskiert zwar einen Strafzettel, aber wenigstens ist der Wagen mit den Klamotten nach dem Tauchgang noch da. Wer auf Nummer Sicher gehen will, lädt unten aus, parkt dann weiter oben auf der Straße.
Anfahrt aus München
BergStarnberger See - Berg Der Starnberger hat sogar Wracks zu bieten. Eines davon liegt leicht zu betauchen bei der Ortschaft Berg am Ostufer des Sees.
Einstieg Das Tauchen ist hier eigentlich nur geduldet - ein Schild am Bootshaus neben dem Einstieg weist unmissverständlich darauf hin. Der Besitzer oder Pächter ist jedoch sehr nett und hat noch nie Stress gemacht.
Umgebung Der Einstieg befindet sich mitten im Edelkaff Berg. Die Einwohner ertragen aber den Anblick von Leuten, die sich jedes Wochenende vor ihrem Vorgarten an- und ausziehen, ganz gelassen. 100 Meter entfernt am Anlegesteg für die Fähre befindet sich das Restaurant "Schloss Berg" mit einem Biergarten. Wandern, Radfahren, Baden - alles ist möglich.
Anfahrt von München
ParadiesStarnberger See - Paradies Das Paradies am Westufer des Starnberger Sees ist ein sehr flacher Tauchplatz und deshalb ideal für Übungs- und Nachttauchgänge.
Einstieg Um ins Wasser zu kommen, läuft man entweder über den etwa 30 Meter langen Holzsteg und klettert am Ende über eine der Treppen herunter. Dort ist das Wasser immerhin 1,60 Meter tief. Oder man watet direkt vom Ufer hinein. Rechts vom Steg gibt es einige schöne "Buchten" für alle, die nicht ständig vor den Biergartenbesuchern am Kiosk hin- und herdefilieren möchten ;-) Umgebung Paradiesisch ist bei diesem Tauchplatz vor allem der Ausblick auf die Alpen. Romantische Gemüter können sich bei gutem Wetter an roten Bergspitzen in der Abendsonne freuen. Und für Nichttaucher ist einiges geboten: Ein Kiosk mit Tischen und Bänken unter Bäumen, sanitäre Einrichtungen, Wandern, Bademöglichkeit. Letztere nehmen im Sommer übrigens jede Menge Leute wahr - darauf kann man als Taucher ja Rücksicht nehmen.
Anfahrt aus München
Fakten:
Wer weitere News zum Starnberger See beisteuern kann, kann dies im Forum tun (siehe unten).
Wer Bilder von den entsprechenden Tauchplätzen hat, kann diese an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. mailen
|






-Besucher