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Deutschland Bayern Starnberger See

30.
Okt
2008
Starnberger See
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Tauchdestinationen Deutschlands - Bayern
Geschrieben von: Boris Sertic   
Quelle: Wikipedia
Der Starnberger See liegt ungefähr 30km südlich von München und gehört zu den schönsten Seen in Süddeutschland. Aufgrund seiner Grösse (ca. 25 km lang mit maximaler Tiefe von 127 Metern), bietet dieser See eine Vielzahl interessanter Tauchplätze für Anfanger bis Profis.

 

Der See ist auf Grund seiner großen Durchschnittstiefe der wasserreichste See Deutschlands, wenn man vom Bodensee (der ein Drei-Länder-See ist) einmal absieht.

Über Bayern hinaus bekannt geworden ist der See auch durch den skandalumwitterten Tod König Ludwig II. (Bayern). 1886 durch Ertrinken in Berg. An dieses Ereignis erinnern noch heute eine Votivkapelle und ein Holzkreuz im See nahe der Unfallstelle.

Seit 1976 zählt der Starnberger See zu den durch die Ramsar-Konvention geschützten Feuchtgebieten mit internationaler Bedeutung.

Quelle: Wikipedia Quelle: Wikipedia

Ursprünglich wurde der See Wirmsee genannt, so bereits in einer frühen Quelle aus der Zeit Kaiser Ludwig des Bayern (1314 - 1347). Der Name leitet sich ab von dem Fluss Wirm (heute Würm), der bei Starnberg als einziger Fluss aus dem See fließt. Der Name wandelte sich zusammen mit dem des Flusses durch Lautverschiebung im 19. Jahrhundert in Würmsee. Erst seit 1962 heißt der See offiziell Starnberger See, diese Bezeichnung begann sich ab dem Ende des 19. Jahrhunderts mehr und mehr durchzusetzen, als der See durch den Bau einer Eisenbahnlinie vom ehemaligen „Starnberger Flügelbahnhof“ im Hauptbahnhof München aus nach Starnberg für eine große Zahl von Städtern als Ausflugsziel erreichbar wurde. Der Starnberger See trägt auch den Beinamen Fürstensee.

Das Seebecken wurde während der Eiszeiten durch den Isar-Loisach-Gletscher ausgeschoben. Während der letzten, der Würmeiszeit, reichte der Gletscher, von Süden kommend bis an das Nordende des Sees, so dass dabei das Seebecken in seiner heutigen Form ausgeschürft wurde. Wichtig für die Erhaltung des Seebeckens war die Tatsache, das beim Rückschmelzen des Gletschers der allergrößte Teil der Schmelzwässer den heutigen Flüssläufen der Loisach und der Isar folgte, so dass das Gebiet des Starnberger Sees kaum verschüttet wurde. Am Ende der letzten Eiszeit formte das letzte ablaufende Schmelzwasser das Würmtal. Auf den umgebenden Seiten- und Endmoränen liegen zahlreiche gute Aussichtspunkte wie die Ilkahöhe in Tutzing oder der Bismarckturm bei Assenhausen. 

Tauchplätze am Starnberger See 

 

Allmannhausen

Starnberger See - Die Steilwand in Allmannshausen

Die Steilwand bei der Wasserwacht in Allmannshausen am Ostufer des Starnberger Sees ist das aufregendste Tauchziel, das in einer Stunde von München zu erreichen ist. Beeindruckende Felsformationen beginnen auf 15 bis 20 Meter und fallen terassenförmig bis auf 100 Meter ab. Die Einstiege befinden sich alle innerhalb von etwa einem Kilometer. Und der Spot bietet nicht nur was für Adrenalinjunkies - auch Anfänger können oberhalb der Felskante easy dives auf hellem Untergrund erleben.


 


Einstieg Kapelle

Hinter der Kapelle führt rechts ein Pfad zum See. In einer kleinen Kiesbucht geht man ins Wasser. Der Untergrund ist steinig, sandig und relativ hell. Geradeaus trifft man bei etwa 1 Meter Tiefe auf eine Eisenkette, die bis etwa 15 Meter reicht. Von hier aus taucht man nach rechts, also nach Norden, wo man schon die ersten Felsformationen sieht.  Sie sind ca. 60 Meter lang und reichen bis zu einer Tiefe von 70 Metern. So tiefe Tauchgänge sollten erfahrenen Tec-Tauchern mit entsprechender Ausrüstung (Trockenanzug, Handschuhe, Lampe, verschiedene Gasgemische) vorbehalten sein. Anfänger und Taucher, die mit der Tarierung auf Kriegsfuß stehen, bleiben lieber im Bereich oberhalb der Steilwand. Hier tummeln sich vor allem in der Dämmerung Fische.

 


 


Einstieg Seeburg

Links von der Kapelle befindet sich ein Kiesstrand, der von Bäumen umsäumt ist. Wer an der Boje heruntergeht, trifft auf etwa 15 bis 20 Meter auf die Kante von der Steilwand. Hier lassen sich schöne Felsformationen bestaunen und hin und wieder Aalrutten, die sich in den Felsspalten verbergen. Großartige Sehenswürdigkeiten präsentieren sich hier nicht, aber die Steilwand ist mit ihren Vorsprüngen einfach spektakulär anzusehen. Auch wird die Sicht unterhalb von 15 Meter besser als oben auf dem Sandboden. Für die Felswand gilt jedoch Je tiefer, desto kälter und dunkler. Wer hier entspannt tauchen will, sollte seinen Trockenanzug blind bedienen können und eine Lampe sowie eine Flasche mit zwei getrennten Abgängen verwenden. An der Steilwand kann es bis 4 Grad kalt werden, da besteht Vereisungsgefahr.

Google Earth - Marker:

Allmannshausen - Seeburg/Kapelle

 


 


Einstieg Wasserwacht

Der Einstieg an der Wasserwacht liegt etwa 300 Meter südlich von der Seeburg rechts in einer Linkskurve. Ins Wasser geht es rechts vor der Wasserwacht. Wer in Richtung der Ankerboje der Wasserwacht 5 Minuten abtaucht, trifft bei 15 bis 25 Metern auf die Steilwand mit ihren terassenförmigen Abhängen, die bis auf über 100 Meter reichen. Folgt man der Wand auf 40 Meter Tiefe in Richtung Norden, ist nach etwa 5 Minuten auf ein Holzkreuz zu sehen. Von dort aus hält man sich in Richtung Osten und macht sich am Ufer entlang an den Aufstieg. In den Felsspalten verstecken sich manchmal Aale und Aalrutten sowie Flussbarsche und angeblich Forellen.

Google Earth - Marker:

Allmannshausen - Wasserwacht

 


 

 

Umgebung

Bei Allmannshausen ist der Starnberger See eher für Taucher interessant. Südlich der Seeburg gibt es einen kleinen Kiesstrand, auf dem man Grillen oder abends den Sonnenuntergang genießen kann. Sanitäre Anlagen, Imbiss etc. sind nicht vorhanden.

 

Besonderheiten

Südlich der Seeburg besteht im Winter vom 1. November bis zum 15. März Tauchverbot. Parkplätze sind ein Problem. Die Uferstraße bildet die Zufahrt für Feuerwehr und Rettungsdienst und wer hier den Weg versperrt, wird abgeschleppt. Neben der Seeburg und vor der Kapelle gibt es jedoch einige Stellmöglichkeiten. Man riskiert zwar einen Strafzettel, aber wenigstens ist der Wagen mit den Klamotten nach dem Tauchgang noch da. Wer auf Nummer Sicher gehen will, lädt unten aus, parkt dann weiter oben auf der Straße.

 

Anfahrt aus München

  • A 95 nach Garmisch-Patenkirchen, beim Autobahnkreuz Starnberg auf die A952 nach Starnberg
  • Bei Percha abfahren (nicht nach Starnberg rein)
  • Richtung Berg  Percha bis Allmannshausen
  • In Allmannshausen rechts in die Seeburgstraße, Hinweisschild Wort des Lebens
  • Der Straße den Berg runter bis zum Ufer
  • Am Ufer links, nach etwa 150 Metern sieht man auf der linken Straßenseite die Seeburg, rechts eine Kapelle
  • Vor der Seeburg parken, Achtung Parken ist hier nur geduldet. Unter Umständen handelt man sich einen Strafzettel ein.
  • Einstiege sind links und rechts von der Kapelle

Berg

Starnberger See - Berg

Der Starnberger hat sogar Wracks zu bieten. Eines davon liegt leicht zu betauchen bei der Ortschaft Berg am Ostufer des Sees.

 

Einstieg

Das Tauchen ist hier eigentlich nur geduldet - ein Schild am Bootshaus neben dem Einstieg weist unmissverständlich darauf hin. Der Besitzer oder Pächter ist jedoch sehr nett und hat noch nie Stress gemacht.
Ins Wasser geht es bequem über eine asphaltierte, leicht abschüssige Rampe. Der Grund fällt allmählich auf 5 Meter ab. Auf dieser Tiefe liegen einige Baumstämme. Daran kann man sich den Ausstieg genau merken - der Tauchspot ist nämlich in der Nähe von der Fähren-Anlegestelle und man sollte auf Rückweg nicht gerade unter der Gangway wieder hochkommen. . . 
Um direkt zum Wrack zu kommen, hält man sich links, nach etwa 10 gemächlichen Minuten stößt man zunächst auf eine alte Schwimmplattform, nach weiteren 2 Minuten zeichnet sich das Wrack ab. Es ist etwa 10 Meter lang und liegt auf der Seite. Am Mast sitzt ein kleiner Teddy mit Tauchermaske und einer Flasche Bier. Auf dem Weg zurück findet man einen Klappstuhl und eine alte Schwimmplattform. Tiefer kann man gehen, muss man aber nicht.

 

 

Umgebung

Der Einstieg befindet sich mitten im Edelkaff Berg. Die Einwohner ertragen aber den Anblick von Leuten, die sich jedes Wochenende vor ihrem Vorgarten an- und ausziehen, ganz gelassen. 100 Meter entfernt am Anlegesteg für die Fähre befindet sich das Restaurant "Schloss Berg" mit einem Biergarten. Wandern, Radfahren, Baden - alles ist möglich.

 

Anfahrt von München

  • A 95 nach Garmisch-Patenkirchen, beim Autobahnkreuz Starnberg auf die A952 nach Starnberg
  • Bei Percha abfahren ( nicht nach Starnberg rein), Richtung Berg / Percha / Allmannshausen
  • Abzweigung „Schloss Berg“ in die Waldstraße, dann rechts in den „Ölschlag“.
  • Vor dem „Schloss Hotel“ links, dann noch etwa 100 Meter
  • Der Einstieg ist eine asphaltierte Rampe für Boote – und befindet sich neben einem Holz-Bootshaus. Die Straße ist zwar schmal, man kann aber gegenüber dem Einsteig parken.


Paradies

Starnberger See - Paradies

Das Paradies am Westufer des Starnberger Sees ist ein sehr flacher Tauchplatz und deshalb ideal für Übungs- und Nachttauchgänge.

 

Einstieg

Um ins Wasser zu kommen, läuft man entweder über den etwa 30 Meter langen Holzsteg und klettert am Ende über eine der Treppen herunter. Dort ist das Wasser  immerhin 1,60 Meter tief. Oder man watet direkt vom Ufer hinein. Rechts vom Steg gibt es einige schöne "Buchten" für alle, die nicht ständig vor den Biergartenbesuchern am Kiosk hin- und herdefilieren möchten ;-)
Etwa 20 Meter hinter dem Steg beginnt in 5 bis 7 Metern Tiefe ein Grüngürtel. Dieser Bereich ist für Nachttauchgänge beliebt: Zwischen den Pflanzen verstecken sich einige Barsche und Hechte. Im Flachwasser lassen sich prima Dreiecks- und Rechteckskurse üben, zum Beispiel in dem PADI-Navigations-Specialty. Wer unter 20 Meter will, muss 10 Minuten lang über Sand und Schlamm vor sich hingründeln: Für Tieftaucher eignet sich die Steilwand am Ostufer gegenüber halt besser.

Umgebung

Paradiesisch ist bei diesem Tauchplatz vor allem der Ausblick auf die Alpen. Romantische Gemüter können sich bei gutem Wetter an roten Bergspitzen in der Abendsonne freuen. Und für Nichttaucher ist einiges geboten: Ein Kiosk mit Tischen und Bänken unter Bäumen, sanitäre Einrichtungen, Wandern, Bademöglichkeit. Letztere nehmen im Sommer übrigens jede Menge Leute wahr - darauf kann man als Taucher ja Rücksicht nehmen.
 

Anfahrt aus München

  • A95 nach Garmisch-Partenkirchen bis zum ABK Starnberg, dort Richtung Starnberg
  • in Starnberg geradeaus auf die Münchener Straße - Hauptstraße (B2)
  • Richtung Weilheim, bis ein Schild nach links zeigt "Possenhofen, Tutzing"
  • die Possenhofener Straße entlang
  • Wenn die Bebauung aufhört, ist der Einstieg direkt links neben dem Kiosk
  • Rechts auf dem vorderen Parkplatz ausladen
  • Auf dem Parkplatz ca. 200 Meter weiter hinten den Wagen abstellen

 

 

Fakten:

  • Tiefe:                       
    127 Meter
  • Länge:                       
    20 Kilometer
  • Breite:                    
    ca. 5 Kilometer
  • Untergrund:            
    Felsen, Sand, Schlamm
  • Sehenswürdigkeiten:
    Steilwand mit Vorsprüngen und Überhängen
  • Sicht:                      
    Bis zu 8 Meter
  • Temperatur:
    an der Oberfläche im Sommer bis 20 Grad und wärmer, Sprungschicht ist auf 9 Meter, danach nur noch 12 Grad und kälter, je tiefer man kommt.
  • Seehöhe:
    ca. 460m


Bitte beachtet die neue Allgemeinverfügung zum Starnberger See!!!
Bitte vermeidet das Tauchen und Ablegen von Stage Flaschen bei der Wasserwachts-Station, da sonst dort ein Tauchverbot ausgesprochen wird!!!

Erweiterung der Allgemeinverfügung Starnberger See Erweiterung der Allgemeinverfügung Starnberger See

 

Wer weitere News zum Starnberger See beisteuern kann, kann dies im Forum tun (siehe unten).

 

Wer Bilder von den entsprechenden Tauchplätzen hat, kann diese an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. mailen

 

  

 

 

 

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