24. Apr 2009 |
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Ein Artikel aus der SonntagsZeitung vom 12. April 2009 will uns dies glauben machen. Naturschützer, heisst es, fürchten, dass die Kabeljau-Bestände ohne gezieltes Töten von Robben kollabieren. Der Autor scheint der kanadischen Propaganda aufzusitzen. Das Argument ist alt und unhaltbar. Bei OceanCare ist klar: Die Robbenjagd muss enden. Davon auszugehen, dass Robben dezimiert werden müssten, damit sich überfischte Kabeljau-Bestände erholen, ist zu kurz gegriffen. Robben fressen zwar Kabeljau, ihre Hauptnahrung sind aber Tintenfische, welche ihrerseits Kabeljau-Eier fressen. Weniger Robben bedeutet also auch mehr Tintenfische und damit wiederum weniger Kabeljau. Allein das zeigt: Die marinen Ökosysteme sind zu komplex, als dass ein angerichteter Schaden mit eindimensionalen Massnahmen wieder gut zu machen wäre. Die Robbenjagd nützt. Aber nur jenen, die aus den toten Tieren Profit schlagen. Die Brutalität auf dem kanadischen Packeis ist nach wie vor ohne gleichen. Innert weniger Wochen werden jedes Jahr rund 300‘000 Jungtiere getötet. Gefährliche Wende: Schweizer Ständerat prüft Import von Robbenprodukten2008 initiierte OceanCare zusammen mit EVP-Nationalrat Ruedi Aeschbacher eine Motion für ein Schweizer Handelsverbot mit kanadischen Robbenprodukten. Bundesrat und Nationalrat nahmen die Motion im Herbst an. Im März sprach sich der Ständerat aber dagegen aus. Er prüft nun, ob die Produkte für den Import zertifiziert werden können und riskiert damit, die Robbenjagd zu legitimieren. Erheben Sie Ihre Stimme gegen die Robbenjagd:
Quelle: Oceancare
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