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Magazin Biologie und Umwelt Handelsverbot ist letzte Rettung für den Roten Tunfisch

19.
Nov
2009
Handelsverbot ist letzte Rettung für den Roten Tunfisch
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Berichte - Biologie und Umwelt

Roter Tunfisch © M. San Felix

Als einzige Enttäuschung bewertet der WWF den Ausgang der einwöchigen Sitzung der Kommission zum Schutz des Atlantischen Tunfischs (ICCAT) in Recife, Brasilien. Die Teilnehmer gingen auseinander, ohne die notwendigen Maßnahmen zum Schutz des stark bedrohten Roten Tunfisch zu verabschieden. Die Fangquote für das kommende Jahr wurde für das Mittelmeer auf 13.500 Tonnen festgelegt. Das sind rund 6.000 Tonnen weniger als im aktuellen Fangjahr, aber noch immer viel zu viel, um diesen Bestand zu stützen. Der WWF sieht deswegen ein Handelsverbot als letzten Rettungsanker für den Roten Tunfisch. Ein solches soll im März diskutiert werden.  

 

“Das Ergebnis der Sitzung ist völlig inakzeptabel”, so Karoline Schacht, Fischereiexpertin beim WWF Deutschland. „Die verabschiedete Fangmenge entspricht politischer Willkür und hält keiner wissenschaftlichen Prüfung stand. Wir halten deswegen ein totales Handelsverbot mehr denn je für unverzichtbar.“  

Eine am Rande des Treffens in Recife vorgelegte Studie war zu dem Ergebnis gekommen, dass selbst eine Reduzierung der Fangquote auf nur noch 8.000 Tonnen lediglich eine fünfzigprozentige Chance beinhalte, dass das Überleben des Roten Tunfischs gesichert ist.  

Daher ruft WWF die Vertragsstaaten des internationalen Artenschutzabkommens CITES auf, sich für ein internationales Handelsverbote und strengere Fangquoten einzusetzen. Es wird erwartet, dass der Rote Tunfisch bei der nächsten CITES-Tagung im März 2010 in Doha in die entsprechende Kategorie der Handelsbeschränkungen (Anhang I) aufgenommen wird.  

“Die Fangquoten müssen weit über das kommende Jahr hinaus reduziert werden, ansonsten ist der Rote Tunfisch nicht mehr zu retten”, so Karoline Schacht. “Auf ICCAT ist kein Verlass mehr, diese Kommission schützt den Roten Tunfisch nicht, sondern riskiert sein Überleben.”

Quelle: WWF

 

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