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Magazin Biologie und Umwelt Sushi-Manie gefährdet Roten Thunfisch

28.
Jul
2010
Sushi-Manie gefährdet Roten Thunfisch
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Berichte - Biologie und Umwelt

Dringender Appell an die kulinarische Vernunft!

Die Gier nach Sushi und Sashimi bedroht einen uralten Bewohner des Mittelmeers. Dezimiert wurden die Bestände des  Roten Thunfischs – auch Blauflossen-Thun genannt – bereits durch Japans Vorliebe für sein zartes Fleisch. Nun, da der Run auf rohen Fisch auch Europa und China erfasst hat, drohen die im ausgewachsenen Stadium über vier Meter lange Fische auszusterben. Zu gut schmecken sie dem Gaumen.

 

Der Rote Thunfisch lebt im nördlichen Atlantik, im Mittelmeer, in der Karibik und im Golf von Mexiko. 90% seiner Bestände wurden seit 1960 ausgefischt. Der Raubbau geht weiter: Allein die EU subventionierte den Ausbau ihrer Thun-Fangflotte im vergangenen Jahrzehnt mit 34,5 Mio. Euro. Wurden früher noch Thunfische mit bis zu 700 Kilo Gewicht gefangen, sind heute schon Exemplare von 200 Kilo ein guter Fang. Das sind junge Fische, die noch keine Nachkommen hinterlassen haben.

 

Aussterbende Arten konsumieren?

Geht das Schlemmen ungebremst weiter, dürfte der Rote Thunfisch laut einer WWF-Studie bis 2012 ausgerottet sein. In der Schweiz isst jede Person im Schnitt 8,5 Kilo Fisch pro Jahr. Thunfische brutzeln auf dem Grill, kommen aus der Dose auf den Teller oder werden in japanischer Manier kunstvoll angerichtet. Wer überlegt sich schon, dass er dabei vielleicht ein Wildtier verspeist, das so selten ist wie der Grosse Panda oder der Tiger.

Quelle: www.oceancare.org

 

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