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30. Mär 2008 |
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Endlich sind sie da – unsere Flossentest-Kandidaten von Atomic Aquatics, Scubapro und Aqualung - natürlich
Getreu dem Motto: „Nur die Harten kommen in den Garten“, haben wir uns für den Ammersee entschieden – Rock ´n´ Roll Sowohl im Trockibetrieb, als auch mit Halbtrocki unterwegs, wurden alle Modelle ausgiebig getestet. Hier die Testkriterien und unsere Meinung: Aussehen / VerarbeitungAuf den exakten Aufbau der Flossen wird nur bedingt eingegangen. Auf einschlägigen Seiten der Hersteller wird das genügend erklärt und auch auf DiveLex gab es diesbezüglich bereits Berichte: Atomic Split Fin – Smoke On The Water Ein Merkmal der Atomic Aquatics Split Fin, außer dem Schlitz der Kräfte spart, ist eine stabile Platte (Power Plate), die die Kraft direkt über Boden des Fußteils in die Stabilisierungsschienen (Power Rails) überträgt. Diese Vorzüge hat auch die Smoke On The Water, allerdings ist hier das Blatt durch andere Materialien etwas steifer. Als einzige Flosse im Testfeld ist sie bereits „serienmäßig“ mit Spring-Straps ausgerüstet. Spring Straps haben ihre Tradition im Technischen Tauchen, da sich z.B. beim Höhlentauchen ein gerissenes Flossenband fatal auswirken kann. Die Scubapro Twin Jet Max arbeitet nach ähnlichem Prinzip, allerdings hat sie zusätzliche Durchflussöffnungen um Turbulenzen und den Widerstand beim Auf- und Abschlagen zusätzlich zu vermindern. Auch die Max ist etwas steifer als der Twin Jet – Vorgänger, allerdings hinterlässt sie trotzdem einen „weicheren“ Eindruck als die Atomic-Flosse. Die Slingshot von Aqualung ist keine Split-Fin-Konstruktion. Wie der Name schon sagt, will sie den Taucher nach dem Steinschleuder-Prinzip - mit zwei Silikonbändern an jeder Flosse - durchs Wasser nach vorne schiessen (engl. slingshot = Schleuder, Katapult). Zusätzlich kann man hier die Härte des Blattes in drei Stufen variieren und der Fitness des Tauchers anpassen. Alle drei Flossen machen verarbeitungstechnischen einen einen hervorragenden Eindruck, was man bei den Preisen für diese High-Tech-Flossen (Slingshot 149,- / Smoke On The Water 199,- / Twin Jet Max 195,-) aber auch erwarten kann. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, doch auch optisch hinterlassen alle Testkandidaten einen gleich guten Eindruck, wobei die Scubapro Twin Jet Max wesentlich robuster und knackiger daher kommt als ihr Vorgänger aus gleichem Hause. Die Smoke On The Water von Atomic sieht so ganz in Schwarz etwas unscheinbarer aus als die weicheren Split-Fin-Kollegen von Atomic, aber eben dieser “Paint It Black”-Look ist ja das, was Tekkies - egal ob DIR (Do It Right) oder "Falschmacher" - so anspricht. Am futuristischsten wirkt die neue Slingshot von Aqualung, denn diese "Gummisehnenkonstruktion" sorgt für Aufsehen auch ohne „Split dazwischen“ – gespalten sind dafür die gängigen Meinungen im Vorfeld. Passform
Nicht jeder Schuh passt auf jeden Fuß und auch die Anatomie-Ausrichtung der 3 Testkandidaten ist unterschiedlich. Während die Atomic und die Slingshot größenmässig in etwa gleich ausfallen, so fällt die Twin Jet Max deutlich größer aus. Wer bei den beiden ersteren Größe L taucht, dem reicht bei der Scubapro Größe M. Die Atomic ist nichts für Taucher mit hohem Spann (Fußrücken), da hier der obere Flossenrand sonst „einschneidende“ Eindrücke hinterlässt. Wer stabile Füßlinge (Trocki) hat, merkt davon zunächst nichts, wundert sich aber dann beim Tauchen darüber, dass ihm die Fußsohlen einschlafen, weil durch den erhöhten Druck auf den Spann, dieser sich fortpflanzt und die gesamte Fußsohle stärker auf die Bodenplatte presst. Wer einen ausgeprägten Spann hat, dem passt die Aqualung ein bisschen besser und wer zudem einen breiteren Fuß hat, der ist bei der Twin Jet Max am besten aufgehoben. Vortrieb / CharakteristikWas den Speed angeht – schnell sind sie alle. Die konstruktiven Einfälle der Hersteller verschaffen den 3 Kandidaten in punkto Geschwindigkeit einen deutlichen Vorteil gegenüber den Modellen aus der Standard-Sparte. Doch getreu dem Motto: “Alle sind gleich – aber einige sind gleicher als andere“, gibt es auch hier deutliche Unterschiede in der Flossen-Charakteristik.
Atomic Split Fin – Smoke On The Water
Aqualung Slingshot Auch die Slingshot ist verdammt schnell und ist der Atomic dicht auf. Ein deutlicher Vorteil hier ist aber die Verstellbarkeit der Flossenhärte. Egal ob Trockentauchen mit Doppel-10 im Starnberger See, oder Alu-Tank und Shorty im Roten Meer – die Flosse lässt sich anpassen. Der Tauchlehrer-typische Frog-Kick ist allerdings durch die Flossenform nicht mehr so leicht umsetzbar. Man muss deutlich mehr „ausholen“ um als Froschmann vernünftig voranzukommen. Man kann den Frog-Kick allerdings insofern ein bisschen „tunen“, indem man die äußeren Silikonbänder stärker anspannt als die inneren. Dadurch verbessert sich das Verhalten ein wenig, aber das Gangwechseln unter Wasser – so wie in der Werbung angepriesen - gelingt nicht immer. Was im warmen Wasser mit gar keinen, oder nur dünnen Handschuhen reibungslos
Twin Jet Max Die Flosse aus dem Hause Scubapro bietet eine gute Lösung für die Taucher, denen keine der
VerschlusssystemDie Twin Jet Max und die Slingshot bleiben da konventionell - mit Gummiflossenband und Plastikschnallen, wobei die Scubapro etwas schwerer anzuziehen ist, dann aber besser sitzt. Der spacigen Aqualung Flosse stünde aber das Fersenband/Schnallensystem der Blade von Aqualung besser zu Gesicht – vielleicht kommt das ja noch. Beide Flossen lassen sich mit Spring-Straps für ca. 39,- EUR nachrüsten, sowohl mit Material aus eigenem Hause, als auch mit Fremdfabrikaten.
SchnorchelnGerade bei Two-Tank-Tagestouren oder Safaris im Urlaub möchte man die Zeit zwischen den Tauchgängen oft nutzen, um nur mit ABC gerüstet, die flacheren Bereiche des Riffs zu erkunden. Auch auf diese Eigenschaften wurden unsere Kandidaten getestet. Am Besten gefiel Hier die Twin Jet Max, da sie durch ihre ergonomische, leicht nach unten gebogene Form leichter „unter Wasser“ bleibt und man mit ihr nicht so leicht auf der Wasseroberfläche umherplatscht. Außerdem verkürzt die kräfteschonende Technik dieser Flosse die Pausen zwischen kurzen Apnoe-Ausflügen, da man leichter wieder zu Atem kommt. FazitWer Wert auf Top-Speed legt, oder mit schwererer Ausrüstung unterwegs ist, liegt mit der Atomic Smoke On The Water goldrichtig. Wenn leichtes, kräfteschonendes Flosseln wichtiger ist und man überwiegend mit leichter bis mittlerer Ausrüstung unterwegs ist, dann ist die Scubapro Twin Jet Max die erste Wahl. Die Aqualung Slingshot ist eine hervorragende, schnelle Mainstream-Flosse, für Leute die nicht mehrere Spezialflossen tauchen möchten, sondern eine Flosse, anpassbar an verschiedene Situationen und Fitnesszustände. Boris Sertic - code red
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