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Magazin Urlaub und Reisen Cebu - Divepoint Alcoy

17.
Jun
2010
Cebu - Divepoint Alcoy
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Berichte - Urlaub und Reisen
Geschrieben von: Boris Sertic   

Mabuhay - endlich angekommen.

Nach 3 Stunden Rail&Fly Anreise zum Flughafen Frankfurt, bei denen wir allen Tücken der Deutschen Bahn getrotzt haben und anschließend 18 Stunden Flug mit Zwischenlandung in Kuala Lumpur und Kota Kinabalu auf Borneo, klingt dieser philippinische Willkomensgruß verheissungsvoll. Nach abschließenden 3 Stunden Transfer vom  Flughafen Cebu nach Alcoy in unser Resort, von dem wir abgeholt wurden, hörte ich nochmals ein leises "Mabuhay" auf unserem Zimmer. Es kam aus Richtung Bett und bedeutete soviel wie:"Schlaf erstmal deinen Jetlag weg - und dann geht der Urlaub los.

Lohnen sich die Strapazen einer so langen Anreise für "nur" 2 Wochen Urlaub?

Oh ja - sie lohnen...

Cebu / Alcoy

Insel Cebu / Ort Alcoy - Die Philippinos

Verkehr in Cebu

Die Insel Cebu ist eine lange schmale Insel, die sich vom Norden bis zum Süden auf 225 Kilometer ausdehnt und von 167 benachbarten kleineren Inseln umgeben wird. Ihre Haupstadt ist Cebu City - die älteste Stadt im Land, wo sich auch der Flughafen befindet. Die Landessprache der Phillippinen ist Tagalog, hauptsächlich in Manila und im nördlichen Landesteil gesprochen. Auf den zentralen philippinischen Inseln (Visayas), auf Mindanao und Cebu ist Cebuano verbreitet. Insgesamt werden landesweit mehr als 100 verschiedene Dialekte/Sprachen gezählt. Mit Englisch, das fast jeder spricht, kann man sich aber immer gut verständigen.

Cebus Wetter ist relativ gemäßigt - und weil es hier keine sehr ausgeprägte nass-trockene Jahreszeit (Monsun) hat, ist Cebu der perfekte Ferienort zu jeder Jahreszeit. Man kann das ganze Jahr in der Sonne baden, da Cebu mit einem tropischen Klima zwischen 23 - 33°C gesegnet ist. Die kühlsten Temperaturen trifft man im Januar an und am wärmsten ist es im Mai, wo die Temperaturen auch mal 38 - 40 °C erreichen können - so wie bei uns geschehen. Berühmt ist Cebu für Mangofrüchte - aber nicht nur frische - sondern auch die zum Export hergestellten getrockneten Mangofrüchte.

 


 

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Reisfelder

Alcoy ist hauptsächlich eine landwirtschaftliche Gemeinde im Süden der Insel Cebu, organisiert als Barangay (Ortsgemeinschaft). Der Rest der Gemeinschaften vertraut zumeist auf Erwerb mittels Fischfang. In der Nähe befindet sich auch der größte Dolomitsteinbruch des Landes in der Barangay Pugalo.

Rund 90 Prozent der Bevölkerung gehören einer christlichen Glaubensgemeinschaft an und mehr als 80 Prozent aller Filipinos sind katholisch. Die Mischung der tiefen Religiosität der Spanier mit dem ursprünglichen Animismus der Filipinos zeigt sich heutzutage in den leidenschaftlichen religiösen Festen. Die demokratische Regierungsform und die Vorliebe für die englische Sprache lässt sich auf die Jahre unter amerikanischer Vorherrschaft zurück zu führen.

Kampfhahn

Fischer am Morgen

Der Tourismus steckt hier noch in den Kinderschuhen und somit wirkt alles noch erfrischend unverbraucht. Alcoys Touristenattraktionen umfassen weiße Strände, Buchten und Zuläufe, Wand- und Korallenriffe, Mangrovenwälder, fruchtbare Hügel und Täler, sehr hohe Berge und fruchtbares Ackerland in den Hochländern.

Karaoke is it...

Auffallend ist bei der Fahrt von Cebu nach Alcoy in den Süden, dass die Häuser links und rechts entlang der Hauptstrasse und auch die Landschaftsaussichten zusehends schöner und bunter werden. Oft zu sehen sind dabei Reisfelder und Fischfarmen, wo die sogenannten Milchfische gezüchtet werden - aber auch Kampfhahn-Zuchtanlagen, denn die Phillipinos sind nicht nur süchtig nach Hahnenkämpfen, sie sind auch wettsüchtig und vereinen beide Leidenschaften bei diesem Spektakel.

Man mag geteilter Meinung darüber sein, aber es ist nun mal Landestradition.

 

Karaoke-Maschine

Eine weitere Leidenschaft der Einheimischen ist Karaoke. In fast jedem Haushalt ist eine Karaoke-Maschine zu finden und diese ist fester Bestandteil jeder Party, wobei die Philippinos allerdings melancholische Balladen zum Nachsingen bevorzugen. Wir waren selber Zeuge, bzw. Mitwirkende einer solchen Party, die zur Verabschiedung von Lenny, einem deutschen Diveguide veranstaltet wurde, weil dieser nach einem halben Jahr auf  Cebu  wieder nach Deutschland zurückkehrte.

Mehr zu den Philippinen allgemein: http://de.wikipedia.org/wiki/Philippinen

 

 

 

 

 


 

Impressionen Land und Leute:

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Das Resort

Das Resort

 

Haus Alcoy Haus Alcoy

Bei dem Resort von Divepoint Alcoy  handelt sich vielmehr um einige zusammengehörende Bungalows in einer großen, sehr schön angelegten  Anlage mit Pool. Hier ist es absolut ruhig und beschaulich. Lediglich die typischen Karaoke-Klänge vom Strand nebenan  bringen Abwechslung  - was allerdings sehr lustig sein kann, denn viele Philippinos sind begeisterte, und vor allem oft recht gute Sänger.  So mancher käme bei Dieter Bohlen in den Recall… so mancher - aber eben nicht jeder ;-)

Es gibt Bungalows mit und ohne Meerblick.  Die Zimmer sind einfach gehalten,  aber vollkommen ausreichend eingerichtet - ohne TV,  jedoch mit kostenlosem  W-LAN.  An der Bar kann man sich sogar ein Notebook geben lassen, um seine Mails zu checken und Grüße nach Hause zu senden - damit auch alle wissen, dass das Wetter super und das Tauchen traumhaft ist.

Bei den Zimmern mit Meerblick ist der Ausblick auf das Meer,  Sonnenauf- und Untergang,  einfach ein Traum, da das Meer zum Reinspucken nah ist.

Pool mit Bungalows Pool mit Bungalows

In jedem Zimmer ist ein Safe vorhanden. Hand- und Strandtücher  gibt es reichlich, so dass diese im Gepäck (bei Tauchern aus Gewichtsgründen stets sehr wichtig) wegfallen können.

 Die nächste größere "Stadt"  ist Dalaguette und  befindet sich ca. 10-15 Minuten mit dem Tricycle entfernt.  Hier gibt es Einkaufsmöglichkeiten für Zigaretten, Getränke und  kleine Mitbringsel. Am Sonntag ist Markt, den man sich unbedingt ansehen sollte (siehe SEHENSWERTES).  Die nächstgrößere Shoppingmall befindet sich ca. 1 Autostunde entfernt in Carcar.

Die gesamte Anlage ist sehr grün, reich bewachsen mit den verschiedensten Blumen, vor allem Orchideen, sowie Palmen und Bananenstauden. Da so eine Kokosnuss - von einer Palme fallend - für einen unbedarften Touri  ziemlich gefährlich sein kann und die dortigen Vögel gerne - auf den Palmen hockend - die Wege zukacken und die Palmensamen und anderen Unrat  von den Palmen auf die Wege schmeissen, müssen die Palmen gepflegt, bzw.  „gereinigt“ werden. Während so einer Reinigungsaktion waren wir Zeugen und konnten zusehen wie so ein Kokospflücker ohne jegliche Hilfsmaßnahmen auf eine Palme kletterte um seine Arbeit zu verrichten. Die gepflückten Kokosnüsse gab es dann am Abend für uns an der Bar mit Strohhalm und einem gehörigen Schuß Rum inside.
Die parallel während des Kokosmilch-Schlürfens verlaufende Billardpartie wurde dadurch zu meinem persönlichen Waterloo.

Beim HochkletternBeim SaeubernDer DreckfinkDie FruechteSo hoch ist dasUnrat Der Service war vom gesamten Team (Zimmermädchen, Bar etc.) hervorragend. Wie in Asien gewohnt, wird man sehr herzlich aufgenommen und auch dementsprechend verwöhnt. Gegen ein kleines  Entgelt gibt es auf Anfrage  sowohl  einen Reinigungsservice, als auch eine Masseurin. Wasser gibt es in der ganzen Anlage umsonst, für alle weiteren Drinks (Cola, Pepsi, SevenUP, TonicWater etc.) oder auch Alkoholika (Bier, Cocktails, Wein) fallen Preise zwischen 20 und 200 Peso an.



Impressionen:

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Die Blumenpracht der Insel:

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Tauchcenter

Das Tauchcenter

Das Tauchcenter

Das SSI Dive Center steht unter deutscher Leitung und bietet neben dem normalen Tauchbetrieb Ausbildung vom Anfänger bis zum Profi an. Ausbildungen können auch in Deutschland begonnen und auf den Philippinen vervollständigt werden.

Das Dive Center füllt 60 Alutanks ( 11.8 Liter) und 10 Stahltanks ( 7 Liter ) mit einem L&W 230 E Kompressor mit Preßluft oder Nitrox. Die Tanks haben zum Teil DIN und INT Ventile. Man braucht aber keinen Bügeladapter mitbringen, da diese ausreichend vorhanden sind und ohne Gebühren verliehen werden. Medizinische Notfallausrüstung und Sauerstoff sind in der Basis vorhanden. Auch bei Tagestrips sind Erste-Hilfe Ausrüstung, Sauerstoff sowie Mobiltelefone vorhanden. Diverse Tauchartikel wie Ausbildungsmaterialien, Oberflächenbojen oder Polo Shirts können in der Basis erworben werden. Im Außenbereich der Basis sind Duschen, Spülbecken für Equipment, Open Air Gitterbox zum Aufhängen, Trocknen  und Lagern des Equipments vorhanden. Der Taucherplausch findet meist im mit Palmengras überdachten Kiosk direkt vor der Basis statt. Dort treffen sich auch die Taucher vor Ihren Tauchgängen.

Die Leitung der Basis lag während unseres Aufenthaltes in den erfahrenen Händen der SSI Instructoren Yvonne Schwarzer und Lutz Hoffmann  Die beiden können auf eine langjährige Erfahrung als Tauchlehrer am roten Meer und in Thailand verweisen. Sie werden dabei von Victor, genannt Vic, einem philippinischen Guide unterstützt ,der die Tauchplätze an der Südostküste von Cebu, sowie die Tauchgebiete um Bohol und die angefahrenen Inseln bestens kennt und die noch so kleinste Nacktschnecke entdeckt.

Dive Point Alcoy nennt 2 Boote im landesüblichen Banca Stil sein Eigen. Ausbildungs und Tauchgänge entlang des im Schutzgebiet liegenden Hausriffs werden mit Die Seahorse

der 12 Meter langen Banca „Seaworm“ durchgeführt. Die Tages- und Zweitagesfahrten werden mit  der „Seahorse“ gefahren. Die „Seahorse“ ist 27 Meter lang und hat eine sehr große Aufbaufläche und Plattform von 6 Metern breite. Der Motor ist ein 6 Zylinder Dieselmotor mit 150 PS. Die „Seahorse“ bietet mindestens 15 vollausgerüsteten Tauchern Platz.

Ausgebildet wird in deutsch und englisch. Die Ausbildung wird nach SSI Richtlinien und Standards abgehalten. Neben Anfänger Kursen werden diverse Specialtys ( zB: Navigation, Nacht, Tief, usw...) angeboten. Die Seaworm

Yvonne und Lutz bieten alle weiterführenden Kurse bis hin zum Dive Control Specialist an. Im Dive Point Alcoy werden auch Ausbildungen zum Profi im Rahmen eines SSI ITC Lehrganges angeboten. Diese werden einmal im Jahr bei ausreichender Anzahl angehender Tauchlehrer von dem Instructor Certifier Joachim Ebersbach ( auch Inhaber des Octopus Tauchzentrum Bonn ) in Alcoy abgehalten. Die Theorie wird im Schulungsraum mit DVD Ausstattung oder in tropischer Atmosphäre unter dem palmenüberdachten Platz direkt vor dem Dive Point abgehalten. Die Praxisübungen werden am Hausriff, am Übungsplatz in der Nähe der Mangroven – dem „Greenhorn Point“, sowie je nach Wetterlage auch im  Resort Pool durchgeführt.

 


 

Das Divecenter:

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Die Boote:

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Divespots

Divespots

Cebu ist, was die Ereichbarkeit der Top-Spots angeht, ein Tauchmittelpunkt der Philippinen mit atemberaubenden Korallenformationen, großartigem Meeresleben und herrlichen Drop-Offs. Vor allem Makro-Liebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Philippinen bieten eine Fülle von wunderschönen Korallen, von 500 der bekanntesten Korallenarten auf der Welt lassen sich 488 auf den Philippinen wiederfinden. Von den acht bekannten Sorten an Riesenmuscheln auf der Welt können sieben hier gefunden werden.

Einige der schönsten Tauchspots der Gegend liegen nur 1-2  Stunden Bootsfahrt entfernt vom Dive Point Alcoy:

  • Entspannung pur auf der Seahorse
    Bohol,
  • Cabilao,
  • Balicasag,
  • Panglao,
  • Sumilon,
  • Siquijor und
  • Apo Island

sind einige der besten Gebiete.

Tauchmöglichkeiten rund ums Hausriff

Dive Point Alcoy bietet Tauch- und Bootfahrten zu allen oben erwähnten Inseln an, mit der Möglichkeit für ein paar Tage Insel-Hopping zu machen. Zudem ist Divepoint Alcoy begnadet mit einem herrlichem Hausriff, dass innerhalb eines Schutzgebiets liegt und die Möglichkeit bietet, einfach mal kurz in´s Waser zu hüpfen. Etwas weitere entfernte Punkte rund um dieses Hausriff, werden mit dem kleineren Boot der Basis, der Seaworm, angefahren. Die Fahrtzeiten betragen in der Regel 5-10 min.
 

 

 

 

 

Balicasag

ist eine kleine Insel im Gebiet von Süd-Bohol. Das nahezu kreisrunde Eiland beherbergt 5 lohnenswerte Tauchplätze, von denen wir 3 betaucht haben.

 

Cathedral

ist eine schöne Steilwand im Norden der Insel, die bis ca. 45m runtergeht. Die maximale Tiefe, die wir aufgesucht haben, lag kurzzeitig bei knapp 30 m und die meiste Zeit zwischen 15-20m - im Ausklang dann bei ca. 10m. Tiefer tauchen lohnt sich eigentlich nicht, da man an einer so prächtig bewachsenen Wand möglichst lange verweilen will und sich bei einem tiefen Tauchgang diesen nur unnötig verkürzt. Es herrscht meist eine ordentliche Strömung. Daher wird entlang der Wand, wie auch bei den anderen Tauchplätzen auf Balikasak, meist im Drift-Dive flaniert, d.h. Flossenbewegungen einstellen, Rückenlehnen nach hinten klappen und Chill-Out-Programm für die nächste Stunde starten.

Die "Kathedrale" hat keine Höhlen im eigentlichen Sinne, aber viele Ausbuchtungen und Überhänge. In vielen dieser Ausbuchtungen tummeln sich Nacktschnecken aller Art und auch 2 Weißaugen -Muränen konnte ich ausmachen, eine davon freischwimmend. Für Makrofotografen ist dies ein gefundenes Fressen, sofern man in der Lage ist, die Position mit Fotoapparat zu halten und eine ruhige Hand hat. Viele Gorgonien und Weichkorallen zieren die Überhänge und auch den restlichen Fels. Meine Frau wird diesen Tauchplatz wohl aus einem anderen Grund nie vergessen, da sich ein kleiner Giggolo in Form eines Schiffshalters in sie verguckt hat und ständig ihre Oberschenkel knutschte, um sich an ihr festzusaugen.

 

Diver´s Heaven

Im Nordosten der Insel, wo die meist vorherrschende Strömung auf die Insel auftrifft, teilt diese sich nach links Richtung Black Forrest und nach rechts Richtung Diver´s Heaven. Von diesem Scheitelpunkt aus startend, begann unser zweiter Strömungstauchgang des Tages Richtung Divers´ Heaven. Dieser Platz ist wirklich ein Taucherhimmel - vor allem wenn man Turtles mag. Es ist ein sanft abfallender, reich bewachsener Hang mit gelegentlichen Sandlichtungen, der dann in einer kleinen Steilwand endet, doch die Wand interessiert nicht die Bohne. Auf dem Hang spielt die Musik, denn hier halten die Schildkröten Siesta. Es dauerte nicht lange, bis wir auf die erste stießen. Nach der 10. Schildkröte habe ich dann aufgehört zu zählen. Der Akku meiner Videokamera stöhnte und ich jauchzte vor Freude.
1-2 Turtles bei einem Tauchgang - passiert. Das hier - ist schiere Reizüberflutung.
Wenn man sich vorsichtig verhält, sind die Schildkröten überhaupt nicht scheu - und eine konnte ich sogar beim Fressen filmen.

 

Black Forest

Unser 3. Strömungstauchgang des Tages führte uns im Drift in eine Landschaft - ähnlich wie Diver´s Heaven - nur der Hügel fällt hier noch sanfter ab. Auch hier hatten wir nochmals 4 Schildkröten im Laufe des Tauchgangs - das Highlight war diesmal aber was ganz Anderes. Oft soll hier eine große Barrakuda-Schule vorbeiziehen - heute empfing uns allerdings nur ein Barrakuda-Delegierter in Form eines kapitalen Einzelgängers. Kurz danach flashte uns jedoch der Anblick eines riesigen Makrelenschwarms, der in Form einer großen dunklen Wolke an uns vorbeizog. Ich versuchte mit meiner Videokamera in den Schwarm hineinzutauchen, doch er wich mir geschlossen aus. Diese Wand aus Fischleibern wanderte immer ca. einen halben Meter vor mir her - unerreichbar - doch damit trieb ich den Schwarm Richtung unseres Guides Yvonne, die dann fröhlich im "Auge" des Schwarms landete.

 

 

Cabilao

Die Insel Cabilao liegt etwas nördlicher vor der Westküste von Bohol. Da die Insel etwas weiter entfernt ist von Alcoy als z. B. Balicasag, ist hier früher aufstehen vonnöten, wenn man 3 Tauchgänge durchziehen möchte. Bei einer Fahrt von ca. 1,5 h Dauer lässt sich der fehlende Schlaf aber leicht wieder nachholen - außer - Neptun schickt uns seine Grußbotschaft "Your Welcome" in Form einer großen Schule Kurznasendelfine - da ist dann an Schlaf nicht zu denken - vor allem wenn sie einem so eine grandiose Show liefern,  wie bei uns geschehen.

Mütter schwammen mit ihren Baby´s dicht am Boot, vielfach reckten uns andere Delfine ihre Schwänze entgegen, begleitet von gelegentlichen Sprungeinlagen. Der Basisileiter Lutz Hoffmann, der uns an diesem Tag begleitete, erklärte:" Wir sehen bei Fahrten nach Balicasag und Cabilao zwar häufig Delfinschulen, aber so eine Show sehe ich heute auch zum ersten Mal."
Etwa eine halbe Stunde lang genossen wir dieses Schauspiel und meine Spiegelrefex-Kamera hörte nicht auf zu klicken - "Und ich wollte schon meine Pentax zuhause lassen," dachte ich so vor mich hinfotografierend und den Augenblick genießend  -Gottseidank habe ich mich noch anders entschlossen."

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Nachdem die Vorstellung abebbte und wir uns zur Weiterfahrt entschlossen, begegnete uns kurz vor Cabilao nochmals eine Delfinschule, aber dieses Aufeinandertreffen lief dann "normal" ab. Da uns das Spektakel natürlich Zeit gekostet hat, waren bereits ein paar andere Boote am Riff, aber man hatte später beim Tauchen nie das Gefühl, das unter Wasser zu viele Taucher wären - sogenanntes "Rudelbumsen" blieb aus.

Unser erster Tauchplatz war
 

Talisay Wall

Dieser Tauchplatz im Norden der Insel hat eine Tiefe von ca. 9-66m. Die beste Tauchtiefe an dieser Steilwand ist im Bereich 15-25m. Unterhalb von 35m ist die Wand nicht mehr interessant. Die Sichtweite an diesem Tag war so grandios, dass ich, in einer Tiefe von ca. 28m tauchend, am Grund in einer Tiefe von geschätzten 60m noch zwei Rochen unter mir ausmachen konnte, die in Gegenrichtung vorbeizogen.
Die Wand ist mit vielen großen Gorgonien und Weichkorallen bewachsen, nicht so fischreich wie etwa Balicasag, allerdings landschaftlich umso beeindruckender.

 

Light House South

Anglerfisch

Der Tauchplatz liegt an der nordwestlichen Spitze der Insel. Auch hier ist von den möglichen Tauchtiefen von 3- 50m die beste Tauchtiefe zwischen 15-25m. Die Strömung entscheided über die Tauchrichtung - bei uns hieß das: Riff linke Schulter. Anfangs an der Steilwand tauchend, die änlich bewachsen ist wie Talisay, endet der Tauchgang im Auslauf auf dem Riffdach in 8-10m Tiefe, wo vermehrt Steinkorallen wachsen. Hier zeigte uns Tauchguide Yvonne u. A. einen pechschwarzen Anglerfisch, den ich erst nach dem dritten Hinschauen als solchen ausmachen konnte. Zuvor war das für mich nur irgendein schwarzer Schwamm, der - Hoppla aber auch - gezwinkert hat.

Unsel letzter Tauchgang an diesem Tag führte uns zu

 

Three Coconuts

Three Coconuts liegt im Südwesten der Insel und woher der Name dieses Tauchplatzes herrührt, kann niemand genau erklären - wahrscheinlich wuchsen hier mal in früherer Zeit 3 Palmen in Formation, die es heute nicht mehr gibt.

Auch an diesem Platz kann man in einer empfohlenen Tiefe von 15-20m entlang der Wand tauchen, allerdings ist das Riffdach hier viel interessanter. Es ist stark zerklüftet, überwiegend mit Steinkorallen bewachsen. Unter riesigen Tischkorallen stehen vielfach Soldatenfische Schutz suchend. Kleine Barrakuda-Schulen kreisen hier und einen Schwarm Snapper konnte ich auf Video bannen. Die vielen kleinen Höhlen, Zerklüftungen, dass Berg- und Talbahntauchen mit seinen Licht- und Schattenspielen, erinnert stark an das Tauchen im südlichen Roten Meer. 
 


Anmerkung der Redaktion:

Aufgrund einer technischen Panne mit der Fotoausrüstung  (was schlichtweg heißt, dass mir mein "Foto" abgesoffen ist) hat mir der Basenleiter Lutz Hoffmann - ein begnadeter Fotograf - mit Bildern ausgeholfen, die er mal so "By The Way" während unserer Tauchgänge gemacht hat.
Einen Bericht über Lutz Hoffman kann man hier nachlesen:
 
 
 
 
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Kulinarisches

Kulinarisches

Das Restaurant Das Restaurant

Die philippinische Küche

ist eine Mischung aus asiatischen und europäischen Einflüssen. Man findet auf den Philippinen Gerichte mit Wurzeln in China, Malaysia und Spanien. Insbesondere die Spanier haben in ihrer über 300 Jahre dauernenden Herrschaft über die Philippinen ihre kulinarischen Spuren hinterlassen. 80% aller Gerichte der Philippinen lassen sich daher auf die spanische Küche zurückverfolgen.

Nach dem 2. Weltkrieg bekam auch die amerikanische Küche mehr und mehr Einfluss.
Sie brachte neben den unvermeidlichen Fast-Food-Ketten auch eine Vorliebe für Lebensmittel in Dosen mit sich, die die Philippinen zu eigenständigen Gerichten weiterentwickelt haben.

Reis, Fisch und Meeresfrüchte sind die Grundnahrungsmittel der Philippinen. Fisch wird im wird meistens schlicht gebraten und mit Reis und Gemüse gegessen. Aus größeren Fischen wird meistens Sinigang na isda (eine säuerliche Suppe), Paksiw (mit Pfeffer und Essig geköchelter Fisch) oder inihaw (gegrillter Fisch) zubereitet. Garnelen, Krabben und Frauen beim Sammeln von Muscheln und Schnecken

Langusten sind teuren und exklusiven Gerichten vorbehalten. Als Arme-Leute-Essen gelten traditionell Muscheln und Schnecken (während der Ebbe sieht man viele Einheimische diese am Strand sammeln), obwohl diese auch als Delikatesse in guten Restaurants serviert werden. Kinilaw, roher Fisch, der in Essig mariniert wird und mit klein geschnittenen Zutaten wie Knoblauch, Ingwer und Chili in vielen lokalen Rezeptvariationen zubereitet wird, ist für den Fischkenner eine preiswerte Delikatesse. Hingegen ist Bagoong (fermentierte Garnelenpaste) ein Gericht, das von europäischen Besuchern eher abgelehnt wird.

Schweinefleisch wird, außer in den islamischen Regionen, ebenfalls gerne gegessen. Als Nationalgericht gilt Adobo, dieses besteht entweder aus Schweinefleisch, Rindfleisch, Geflügel, Fisch oder Gemüse, welches gedünstet wird. Dazu kommen noch Essig, Knoblauch, Zwiebeln, Pfeffer und je nach Region Sojasoße oder Kokosmilch. Für feierliche Anlässe wird meist geröstetes Spanferkel mit Lebersoße serviert, in den Philippinen bekannt unter den Namen Lechon. Andere populäre Speisen sind Fleisch- oder Fischspieße Inihaw (gegrillt) oder auch an der Luft getrocknetes und gesalzenes Rindfleisch (Tapa), welches gebraten oder gegrillt und mit Nipapalm-Essig gewürzt wird. Kare-Kare (Ochsenschwanz und/oder Rindfleisch in Erdnuss-Sauce) ist auch sehr populär. Die Speisen sind dabei nicht so stark gewürzt wie in anderen asiatischen Ländern, dafür wird viel Kokosnuss verwendet: So entsteht Guinatan, wenn Fleisch und Gemüse mit Kokosnussmilch aufgekocht wird.

Chinesischen Ursprungs sind mit Fleisch oder Gemüse gefüllte Teigtaschen (Siopao). An Geburtstagen werden lange Nudeln (Pansit), die ein langes Leben symbolisieren sollen, serviert. Pansit sind ebenso wie Frühlingsrollen (Lumpia) oder die kleinen Lumpiang Shanghai (Schanghai-Lumpia) chinesischen Ursprungs. Arroz caldo (Reis mit Huhn) hat zwar aufgrund der Kolonialzeit einen spanischen Namen, ist jedoch gleichfalls auf chinesische Einflüsse zurückzuführen.

Als Zwischenmahlzeit (merienda) gibt es spanische Gerichte wie ensaymada (süßes Buttergebäck mit Käse) oder pan de sal (kleine Brötchen), aber auch Reisgebäck wie puto oder bibingka. Puto wird sehr oft mit dinuguan (eine Suppe aus Schweinefleisch und Blut) gegessen. Die chinesischen Gerichte Hopia (Gebäck mit Bohnenpaste) oder pancit canton (Wok-Nudeln) werden auch sehr gerne serviert.

Ein sehr beliebter Snack ist das Balut. Balut ist ein angebrütetes und dann gekochtes Entenei. In seinem Inneren befindet sich ein bereits fast ausgewachsener Entenembryo mit Schnabel und Federansätzen. Der Durchschnittsfilipino (mang pinoy) verzehrt es gerne als kleinen Starkmacher, nachdem er vorsichtig die Flüssigkeit aus dem Ei gesaugt hat. Es hält sich die Mär, ein Balut würde die Manneskraft erhöhen. Ausländischen Gästen ist der Verzehr ausdrücklich nicht zu empfehlen - aus geschmacklichen, optischen, wie auch hygienischen Gründen.

Zu den bekanntesten Exporten der Philippinen zählen getrocknete Mangos. Philippinische Mangos sind kleiner und weniger sauer als indische Mangos. Auf der Straße wird oft Halo-Halo verkauft, eine Mischung aus gehobeltem Eis, Milch, Taro, Kokosraspel, Karamelpudding, Bohnen und Früchten.

Aufgrund der spanischen und amerikanischen Kolonisation wird Essbesteck beim Essen verwendet. Allerdings ohne Messer, nur Löffel und Gabel. Bei der ländlichen Bevölkerung und bei traditionellen Zwischenmahlzeiten wird jedoch vornehmlich mit der Hand gegessen (Kamayan).

Gewöhnungsbedürftig für europäische Geschmäcker ist der intensive Einsatz von Zucker bei vielen Gerichten. Selbst ein weltweit bekannter Hersteller von Ketchup musste exklusiv für die Philippinen den Zuckergehalt erhöhen.

 

 

Getränke

Die leckeren Cocktails

Hauptgetränk zu den Mahlzeiten ist klares Wasser, dies wird aber immer mehr von Softdrinks verdrängt. Eine sehr große Biermarke ist San Miguel, an der man auch als bierverwöhnter Bayer gefallen findet. Teurer Importwein wird meist nur von der wohlhabenden Bevölkerung getrunken. Andere stark alkoholische Getränke sind Tuba, der vergorene Saft der Kokospalme (Der einem Europäer nicht so recht schmecken will), Basi- und Lambanog-Schnäpse, die aus Reis oder Palmen hergestellt werden und milder Rum aus Zuckerrohr.

Kaffee wird überwiegend als Fertigkaffee getrunken, außer in Batangas, wo es einen sehr starken eigenen Kaffee gibt, der Barako genannt wird. In unserem Resort gab es allerdings Filterkaffee, der sehr gut schmeckt und unsere mitgebrachten Nescafee-Tütchen ad absurdum führte.

Im Alcoy-Resort gab es als Abwechslung zum Bier, mit dem ich mich meistens begnüge, auch leckere Cocktails an der Bar, die ich jedem ans Herz legen möchte, da lecker und für unsere Verhältnisse extrem günstig (meist 180 Peso, entpricht ca. 3,- EUR)

 

 

 

 

Fazit

Die Küchen-CrewDas Frühstück kann sich mit Brot, verschiedenen Eiern, Wurst, Käse, Marmelade, Obst und Müsli sehen lassen. Immer abwechslungsreich und für jeden etwas dabei. Zu Mittag kann man gegen einen Minimalbeitrag von einigen Peso zwischen Obststalat, Sandwich, Cheesburger und noch ein paar weiteren Snacks wählen.

Was Was das Abendessen anging, so kamen mehr oder weniger die meisten der oben erwähnten Spezialitäten auf den Tisch (natürlich nur die für einen Europäer genießbaren). Mir persönlich schmeckte Adobo am Besten - meistens in Form von köstlich mariniertem Schweinefleisch - und obwohl meine Frau bekennende Schweinchen Babe -Vertilgerin ist, so war sie in diesem Urlaub hin und weg von Lumpia, den hiesigen Frühlingsrollen, die extra am letzten Abend zum Abschied nochmals für sie auf den Tisch kamen.

Das Verlangen, mal andere Restaurants in der Gegend aufzusuchen, kam bei uns überhaupt nicht auf - obwohl wir gerne experimentieren. Das Essen war stets köstlich und es gab immer reichlich zur Auswahl, sodass man wählen konnte zwischen sanfterer Kost und Scharfem - Hut ab vor dem Koch  und den Mädels, die uns bedienten - sie waren stets nett, aufmerksam und hinreißend  süss (Vor allem Melissa, wenn sie auf deutsch sagt: "Das Essen ist fertig".

 

Die philippinische Küche sagt mir mehr als zu und ich werde daheim mit Sicherheit einige Rezepte ausprobieren, die ich während meines Aufenthaltes dem Koch entlocken konnte. Falls noch jemand Lust dazu verspüren sollte - hier habe ich eine interessante Seite gefunden: 

http://www.philippinische-kueche.com

 

 

Sehenswertes

Sehenswertes

 

Dalaguete

Wenn man an einem Sonntag mal nicht, oder nur nachmittags am Hausriff tauchen möchte (Wir haben uns an diesem Tag für einen Nachttauchgang entschieden), dann empfiehlt sich ein Besuch des Marktes von Dalaguete, ca. 10 km nördlich von Alcoy Richtung Cebu-City.

Man hat die Möglichkeit mit dem Bus zu fahren - wie langweilig - oder mit dem "Tricycle". Entscheided man sich für den Bus, dann braucht man nur die Hand heben - wenn sich einer nähert  -und man wird mitgenommen. Bevorzugt man jedoch das "Philippinische Dreirad", dann braucht es je nach Fahrer manchmal den Wagemut Lapu-Lapu´s, des phillipinischen Volkshelden, als er Magellan´s Armee in die Flucht schlug, um in so ein Gefährt zu steigen. So ein Tricycle ist eng, klapprig, laut und stinkt - aber saugeil. Gottseidank sind die Motoren nicht sonderlich durchzugsstark, sodass die Fahrt dann nicht ganz so nervenaufreibend ist wie eine Tuk-Tuk - Fahrt während der Rush-Hour in Bangkok. Man kriegt während so einer Fahrt Land und Leute hautnah mit und es ist hier für die Bevölkerung  auf dem Land das Hauptbeförderungsmitel - weil bezahlbar. Die Strecke Alcoy-Dalaguette kostet 20 Pesos pro Person, allerdings sollte der Preis vorher ausgemacht werden, sonst kostet es für eine Langnase (wie Europäer von den Einheimischen genannt werden) auch mal 150 - 200 Pesos.

Auf dem Markt werden von Händlern und Bauern ausschließlich Waren angeboten, die die Bevölkerung hier zum Leben braucht. Touri-Ware gibt es nicht, - oder ich habe zumindest keine entdeckt. Was das angeht, ist die Gegend hier touristisch noch recht unerschlossen - und das ist auch gut so. Die Menschen sind vom Massentourismus noch verschont und nicht so "versaut" wie andernorts. Sie sind sehr freundlich und ein Lächeln bedeutet das, was es ist - ohne Hintergedanken.

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Kawasan - Wasserfälle


Die Kawasan Fälle sind eine Reihe von 4 Wasserfällen auf der Westseite von Cebu - also auf der anderen. Für den Besuch dieser Naturschönheit haben wir uns gegen Bus und Tricycle entschieden und uns lieber einen Roller gemietet, um  die Gegend auf eigene Faust zu erkunden.

Auf der Hinfahrt ging es quer durch die Insel über die Berge und durch die Wälder von Cebu. Auf der Rückfahrt wählten wir die längere Route entlang der Küste um die Südspitze rum.

Wer Eindrücke von Land und Leute sammeln möchte, dem lege ich diesen Ausflug ans Herz, allerdings sollte der Trip unter der Woche stattfinden, denn die Wasserfälle sind auch bei den Einheimischen beliebt und wer das Glück wie wir haben möchte, zum Baden seinen eigenen Wasserfall zu haben, sollte das Wochenende meiden.

Hier einige Impressionen unseres Tagesausflugs:

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 07. Februar 2011 um 06:42 Uhr
 

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