Istrien
Geografische Lage
Westlichste Region der Republik Kroatien, größte Halbinsel der Adria
Fläche
2.820 km² (Dreieck: Dragonja, Rt Kamenjak, Ucka).
Einwohnerzahl
206.344 (2001).
Küstenlänge
445,1 km (die vielfältige Küste ist doppelt so lang wie die Küstenstraße). Die Westküste Istriens ist 242,5 km lang, mit den Inseln 327,5 km. Die Ostküste Istriens ist 202,6 km lang, mit den dazugehörigen Inselchen 212,4 km.
Meer
Die niedrigste Meerestemperatur ist im März zwischen 9°C und 11°C, die höchste im August zwischen 23°C und 25°C. Der Salzgehalt des Meeres beträgt 36 - 38 Promille.
Flüsse
Mirna, Dragonja und Raša.
Vegetation
Istrien ist die größte grüne Oase der Nordadria, Entlang der Küste und auf den Inseln gibt es vorwiegend Kiefernwälder und die typische grüne Macchia. Die wichtigsten Pflanzenarten der Macchia sind die Steineiche und der Erdbeerbaum. Die Wälder in Istrien bedecken 35% der Fläche.
Der Campingplatz
Der Campingplatz Puntizela liegt an einer sehr schönen Position, an der Südwestküste Istriens gegenüber den Brijuni Inseln - dem "Camp David" des früheren Staatschefs Tito.
Der Campingplatz ist ca. 7 km vom Stadtzentrum von Pula, 5 km von Fazana, dem Ausgangpunkt nach Brijuni, und ca. 15 km vom Flughafen von Pula entfernt.
Ambient und Stimmung Puntizelas wird durch die die typische istrisch-mediterrane Vegetation charakterisiert, mit Eichen, Oliven, Kiefern und Machia.
Puntizela ist kein luxuriöser Campingplatz und wird im ADAC-Reiseführer nicht sonderlich hervorgehoben - aber - wegen dem unverdorbenen natürlichen Ambiente und vor allem der RUHE, kann ich den Campingplatz als Geheimtipp wärmstens empfehlen.
Auf dem Gelände gibt es einen Spielplatz für die Kid`s, einen kleinen Supermarkt sowie ein Restaurant und eine Snackbar, neben der Tauchbasis noch diverse andere Sportmöglichkeiten (Volleyball/Baskettball-Feld, Wasserscooter) - sonst nichts - und das reicht. Wer beheizte Pools, Ajurveda und sonstigen Schnickschnack sucht, wie sie 4-Sterne-Campingplätze anbieten, ist hier absolut Fehl am Platz.
Hunde sind willkommen - es gibt sogar eine Hundedusche. Der Hundestrand ist der Strandabschnitt vor der Tauchbasis.
Google Earth - Marker des Campingplatzes:
Camp Puntizela 687 bytes



















Tauchcenter
Die Tauchbasis befindet sich auf dem Gelände des Campingplatzes Puntizela direkt am Meer und liegt an der südwestlichen Küste Istriens zwischen Pula und Fazana mit Blick auf die Brijuni-Inseln.
Geleitet wird die Basis von Sabine und Rudi Kniewasser, einem symphatischen Pärchen, dass den Namen ihrer Divecenter-Webseite zum Programm macht:
relaxt-abgetaucht.de.
Ausstattung der Tauchbasis:
- 40 Leihflaschen 10 bis 18 Liter
- 2 Kompressoren 1100L/min
- Nitrox Panel mit seperatem Kompressor
- 15 kpl. Leihausrüstungen
- Süßwasserbecken zum Spülen der Ausrüstung
- Equipmentraum und Umkleide
- Notfallkoffer und Sauerstoff
- Schulung
Das Schnellboot Mirakuliks liegt nur wenige Schritte von der Basis entfernt am eigenen Steg. Die Mirakuliks ist auch der Grund, warum der Einleitungssatz dieses Berichtes im Stile von Asteriks und Obeliks losgeht. Das waren übrigens die Namen der Boote vom Vorgänger Vlado.
Nicht wundern über die Schreibweise der Gallier, denn das wird so auf kroatisch geschrieben - ein X kennt man in Kroatien nicht.
Die Anfahrtszeit zu den Tauchplätzen beträgt Dank Druiden-Speed nur 10 bis 20 Minuten, dadurch sind bis zu 4 Ausfahrten täglich mit der Mirakuliks möglich!
Aufgrund der Schnelligkeit des Bootes waren wir immer als erstes Tauchteam an den Wracks

Bei größeren Gruppen kann auf Wunsch nach Voranmeldung ein größeres Schiff angemietet werden.
Daten der Mirakuliks:
- 2 x 250 PS
- Länge 10,30m
- Breite 3,50m
- Speed max 35kn
- Zugelassen für 12 Taucher
- Seefunk
- Mobiltelefon
- GPS
- Fischfinder
- Notfallkoffer
- Sauerstoff
- Taucherplattform
- 2 Leitern
Wie bei der Beschreibung des Campingplatzes bereits erwähnt, ist man hier hundefreundlich. Dies ist beim Divecenter nicht anders. Allerdings sollte man bei Hunden, die Katzen hassen (wie z. B. unsere Sheila) aufpassen, denn rund um die Tauchbasis hat Sabine alle Katzen des Camps adoptiert und Kater Mikesch, Zwerg Nase, und wie sie alle sonst noch heissen, kommen regelmäßig patrouillieren. um nach Futter Ausschau zu halten.
Am Besten den Hund vor der Basis anleinen - dann herscht Frieden.
Die beliebtesten Wracks
Baron Gautsch - hier ein Bericht
Am 13. August 1914 fuhr das dem Österreichischen Lloyd gehörende Dampfschiff Baron Gautsch, das nach dem österreichischen Ministerpräsidenten Paul Gautsch benannt wurde, trotz Information durch die Kriegsmarine und Warnsignalen des Minenlegers zum Trotz auf der Fahrt von Cattaro nach Triest in ein Minenfeld in der Nähe von Pula.
Länge: 85m
Tiefe: 28m – 40m
Guiseppe Dezza - hier ein Bericht
Ehemaliges deutsches Torpedoboot TA 35, das 1944 versenkt wurde und ursprünglich als "Giuseppe Dezza" zur Regia Marina (italienische Kriegsmarin) gehörte.
Länge: 73m
Tiefe: 30m – 35m
Varese - hier ein Bericht
Frachter durch Mine gesunken am 25.05.1916
Länge: 80m
Tiefe: 31m – 41m
Istra (Hans Schmidt)
Passagierfrachter durch Kollision gesunken 1898
Länge: 90m
Tiefe: 30m – 42m
Coriolanus
Kriegsschiff durch Mine gesunken am 05.05.1944
Länge: 60m
Tiefe: 20m – 30m
U-81
U-Boot durch Britische Bomben gesunken 09.01.1944
Länge: in 2 Teile zerbrochen
Tiefe: 35m – 39m
Kulinarisches
In dieser Kategorie lässt sich diesmal nicht allzu viel berichten. Da man ja auf dem Campingplatz bekanntermaßen die Küche dabei hat, benutzt man diese auch ab und zu mal. Empfehlenswert ist das Einkaufen auf dem Markt in Pula. Ob Fleisch, Käse, Obst oder Gemüse - alles ist frisch und knackig zu günstigen Preisen. Besonders zu empfehlen ist die Fischmarkthalle mit einer reichen Auswahl an Fischen und Meeresfrüchten der Adria. Der Markt ist mit dem Auto nur einen Katzensprung entfernt und einen Übersichtsplan von Pula erhält man an der Rezeption des Campingplatzes.
Von den getesteten Restaurants kann ich im Prinzip nur eines bedingungslos empfehlen: Das
Restaurant auf dem Campingplatz. Der Blick von dort auf´s Meer ist sagenhaft und das Ambiente gemütlich. Das Essen ist sehr gut (vor allem die gegrillten Calamari in Gorgonzolasoße), die Portionen üppig und die Preise fair.
Der Kellner war immer sehr nett, obwohl ihm vor unserer Kampfschmuserin Sheila (Schäferhündin) meist nicht ganz geheuer war.
Ein weiterer, nicht zu verachtender Vorteil der kultivierten und genußvollen Nahrungsaufnahme im Camp ist die nette Tischnachbarschaft:
Sabine, Rudi und der Rest der Taucherbande, mit denen man lustvoll Tauchanekdoten austauschen kann.
Und das man nach ein paar kroatischen Dekobierchen nicht mehr Autofahren muss, sondern nach ein paar Schritten schon in´s Bett fallen kann, ist ja auch nicht verkehrt ;-)