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Magazin Wracks / Archäologie Ausstellung „Ägyptens versunkene Schätze“ in Berlin

15.
Mai
2006
Ausstellung „Ägyptens versunkene Schätze“ in Berlin
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Berichte - Wracks / Archäologie

Weltpremiere in Berlin: Ausstellung „Ägyptens versunkene Schätze“ im Martin-Gropius-Bau


Längst verloren geglaubte Zeug­nisse vergangener Kulturen werden in einer Weltpremiere vom 13. Mai bis zum 4. Septem­ber 2006 im Martin-Gropius-Bau in Berlin präsen­tiert. Wie der französische Unterwasser­archäologe Franck Goddio und der Direktor des Martin-Gropius-Bau, Ge­reon Sievernich, mitteilten, sollen in der Ausstellung „Ägyptens ver­sunkene Schätze“ einzigartige Funde gezeigt werden, die bei Goddios Unter­wasserexpeditionen vor der ägyptischen Mittel­meerküste mit Unterstüt­zung der Hilti Foundation gebor­gen wurden. 

Circa 500 Artefakte, die noch nie der Öf­fentlichkeit ge­zeigt wurden, werden nun erstmals aus­gestellt. Sie liefern Er­kenntnisse über 1.500 Jahre ägyptischer Geschichte. Schon jetzt stößt „Ägyptens versunkene Schätze“ auf ein weltweites Medieninteresse, und auch die Fachwelt wartet gespannt auf die Aufsehen erregenden archäologischen Funde.

Goddio und sein Team haben seit Mitte der 90er Jahre in Ko­operation mit dem Supreme Council of Antiquities in Ägypten so sa­genumwobene Orte wie den antiken Hafen von Alexandria mit Teilen des Königsviertels, die verloren geglaubte Stadt He­rakleion und Teile der Stadt Kanopus wiederentdeckt. Dabei stießen sie unter anderem auf bedeutende Tempelanlagen mit Kultgegenständen. Die einstigen Zentren wissenschaftlicher und religiöser Hochkultu­ren und des internationalen Handels traf vor über 1000 Jahren ein verheerendes Schicksal: Mehrere Naturkatastro­phen ließen sie im Meer versinken. Berühmt sind sie jedoch auch heute noch durch ihre enge Verbindung zu dem griechischen Gott und Helden Herakles, zu Helena (Mythologie) und Paris (Mythologie), Alexander der Große und Kleopatra.  

goddio_2.jpgFranck Goddio und Taucher seines Teams betrachten die kolossale Statue des Gottes Hapi (Gott der Nilflut und Fruchtbarkeit), die nahe des Tempels der versunkenen Stadt Heraklion gefunden wurde. Sie stammt aus dem 4.-3. Jahrhundert v. Chr. und ist mit 5,21 Metern Höhe die größte freistehende Statue eines ägyptischen Gottes, die je entdeckt wurde.



 

 

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Dieser Kopf (80 cm hoch) aus Granit wird Cäsarion (Ptolemäus XV), dem Sohn Kleopatras VII. und Julius Cäsars, zugeschrieben. Er gehörte zu einer rund 5 Meter großen Statue, stammt aus dem 1. Jahrhundert v.Chr. und wurde im antiken Hafen von Alexandria gegenüber der Insel Antirhodos entdeckt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Franck Goddios einzigartige Funde ermöglichen es, tief­grei­fende und in mancher Hinsicht auch völlig neue Er­kennt­nisse über die ägyptische Geschichte zu gewinnen. Lange Zeit war sie durch Eroberungen fremder Herrscherdynastien geprägt. Ein­flüsse aus Mesopotamien, Grie­chenland und Rom führten hier zu Verschmel­zungen von kulturellen und religiösen Le­bens­formen, die die Funde aus Heraklion, Kanopus und Ale­xandria deutlich belegen. Diese Vermischung der alten Kulturen entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem bedeu­tenden Fundament unserer heu­tigen westlichen Zivilisation.

Neben den Funden bietet die Ausstellung spektakuläre Einbli­cke in die Geheimnisse der Unterwasserwelt und die da­mit ver­bundene abenteuerliche und faszinierende Arbeit von Tauchern und Meeresarchäologen.

Beteiligt an den Forschungsarbeiten ist das der Universität Ox­ford angegliederte Oxford Centre for Maritime Archaeology, das während der Ausstellung ein wissenschaftliches Sympo­sium in Berlin durchführen wird.

 

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So außergewöhnlich die Ausstellung „Ägyptens versunkene Schätze“, die vom 13. Mai - 4. September im Berliner Martin-Gropius-Bau Weltpremiere feiert, selber ist, so außergewöhnlich gestaltet sich auch der Transport ihrer Exponate: Einige der zum Teil tonnenschweren Ausstellungsstücke gelangen in einem Airbus A300-600ST Beluga, einem Frachtflugzeug von Airbus, das vom Hersteller und Betreiber für diese kulturelle Unternehmung bereitgestellt wird, von Alexandria nach Berlin-Schönefeld. Nach Jahrtausenden auf dem Meeresgrund erreichen monumentale Statuen, antike Säulenfragmente und Kultgeräte die deutsche Hauptstadt nun in einem Flugzeug mit dem größten Frachtraumvolumen der Welt. 

 



Bilder und Informationen auch unter:
www.aegyptens-versunkene-schaetze.org

©opyright der Bilder:  Franck Goddio/Hilti Foundation

 

Event-Kalender:

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